Spielberichte

Montag, 19. Dezember 2011 - 09:36 Uhr
Wintervorbereitung

Wintervorbereitung 2011/12

Tag Datum Uhrzeit Ort
Sonntag 22.01.2012 11:00 Training Friesack
Dienstag 24.01.2012 19:00 Training Friesack
Donnerstag 26.01.2012 19:00 Training Friesack
Freitag 27.01.2012 19:00 Fitnesstudio Neuruppin
Samstag 28.01.2012 16:00 Spiel Victoria Templin (LL/Nord) in Lindow
Sonntag 29.01.2012 11:00 Laufeinheit Friesack
Dienstag 31.01.2012 19:00 Training Friesack
Donnerstag 02.02.2012 19:00 Training Friesack
Freitag 03.02.2012 19:00 Fitnesstudio Neuruppin
Sonntag 05.02.2012 13:00 Spiel Fortuna Babelsberg (LL/Nord)
Dienstag 07.02.2012 19:00 Training Friesack
Donnerstag 09.02.2012 19:00 Training Friesack
Freitag 10.02.2012 19:00 Fitnesstudio Neuruppin
Samstag 11.02.2012 13:00 Spiel Chemie Premnitz (LL/Nord) in Rathenow oder Fohrde
Dienstag 14.02.2012 19:00 Training Friesack
Donnerstag 16.02.2012 19:00 Training Friesack
Freitag 17.02.2012 19:00 Fitnesstudio Neuruppin
Sonntag 19.02.2012 14:00 Pokalspiel Juventas Crew Alpha
Dienstag 21.02.2012 19:00 Training Friesack
Donnerstag 23.02.2012 19:00 Training Friesack
Samstag 25.02.2012 14:00 Spiel BSC II

Sonntag, 11. Dezember 2011 - 08:27 Uhr
Friesack mit erneuter Auswärtsniederlage

Auch zum Abschluss der Hinrunde der Landesklasse West blieb sich die Friesacker Eintracht treu und verlor abermals, nach einem schwachen Auftritt in der Fremde. Beim letztjährigen Kreismeister aus Ostprignitz-Ruppin, der Reserve des MSV 1919 Neuruppin, setzte es im Volksparkstadion für die Eintracht eine 2:0 (0:0)-Niederlage.

Wie schon so häufig in dieser Saison zeigten die Fliederstädter auswärts wieder ihr zweites Gesicht. Im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion kaum zu schlagen, dagegen in der Fremde einfach nur Punktelieferant.
Mit nur einem Remis und einem Sieg auf des Gegners Platz, konnte die Eintracht in der gesamten Hinrunde nur magere 4 Punkte auswärts auf der Habenseite verbuchen und hinkt damit den eigenen Ansprüchen deutlich hinterher.
Dass sich die Fliederstädter zum Abschluss der Hinrunde trotzdem auf Rang 5 und damit im oberen Tabellendrittel platziert haben, verdanken sie der eigenen Heimstärke und der überraschend deutlichen Niederlage von Veritas Wittenberge/Breese. Wegen des besseren Torverhältnisses tauschten die Fliederstädter, trotz der erneuten Auswärtsniederlage, mit den Prignitzern die Plätze.

Im Spiel beim Aufsteiger aus dem Nachbarkreis fand die Eintracht nie zum eigenen Spiel. Zwar hatten die Fliederstädter bereits in der 1. Spielminute eine gute Einschussmöglichkeit durch Matthias Meinecke, die Torwart Sebastian Schlieter mit einer guten Reaktion entschärfte, doch das sollte es dann aber auch für die 1. Halbzeit gewesen sein. Einfalls- und ideenlos agierend, kam die Eintracht nicht mehr zwingend vor des Gegners Tor.
Das Geschehen spielte sich meist zwischen den Strafräumen ab, Strafraumszenen waren absolute Mangelware. Kampf, Krampf und eine Reihe von Spielunterbrechungen kennzeichneten die Partie, wobei das spielerische Element auf beiden Seiten über die 90 Minuten hinweg deutlich zu kurz kam.
Die beste Chance für die Platzherren vereitelte Sven Budig. Nach einem Eckball in der 40. Minute stand Friesacks Oldie goldrichtig und klärte den anschließenden Kopfball in höchster Not auf der Torlinie.

Im 2. Durchgang änderte sich am Spiel eigentlich nicht viel.
Wie schon in der ersten Hälfte hatte die Eintracht die erste Chance, doch der Kopfball von Matthias Meinecke aus der 55. Minute war einfach nicht platziert genug und landete genau in den Armen des Heimkeepers.
Aus dem Nichts heraus kamen dann die Gastgeber zu ihrem ersten Treffer. Beim Versuch, nach einer Flanke, die Situation zu bereinigen, wirkte die Friesacker Hintermannschaft desorientiert und legte den Ball Stefan Flügel (66.) genau vor die Füße, der im Strafraum keine Mühe hatte, zur Gastgeberführung zu vollenden.
Die Eintracht versuchte nun mehr Druck zu machen, wirkte dabei aber weiter verkrampft und uninspiriert. Etwas Zählbares kam dabei nicht heraus, zumal in der 80. Minute der Schiedsrichter ein klares Foulspiel an Sven Nolle im Neuruppiner Strafraum anders bewertete. So blieb der Pfiff letztlich aus und Friesack ohne Elfmeterchance.
Auf der anderen Seite konnten die Hausherren gegen die weit aufgerückten Eintrachtler immer mal wieder kontern und kamen mit dem Abpfiff in der Nachspielzeit durch Florian Dommenz (90.+2) zum abschließenden 2:0.
mh



MSV 1919 Neuruppin II – Eintracht Friesack

Ergebnis: 2:0 (0:0)

Zuschauer: 33

Schiedsrichter:
Thomas Ulbricht (Pritzwalk)

Torfolge:
1 : 0 Stefan Flügel (66.)
2 : 0 Florian Dommenz (90.+2)


Gelbe Karten

Friesack
Christof Müller (2.)
Matthias Meinecke (7.)

MSV II
Danny Krüger
Christopher Barnebeck


Aufstellung

Eintracht Friesack:
Franklyn, Nolle, R. Meinecke, L. Bialoscek, Ch. Müller, A. Bialoscek (ab 49. Kerger), Scheibner, Budig, Bernhardt, Thiemann, M. Meinecke (ab 81. Nehls)

Trainer: M. Flohr
Co-Trainer: M. Hofmann
Betreuer: H. Holtkamp


MSV II
Schlieter, Deingt, Richter, Pfefferle, Krüger, Barnebeck, Wagner, Harlos, Dommenz, Frömer (ab 60. Sauer), Flügel

Trainer: V. Rechenberg

Samstag, 3. Dezember 2011 - 19:12 Uhr
Friesack mit klarem Heimsieg

Eine starke Halbzeit genügte der Friesacker Eintracht am Samstag um im letzten Heimspiel der Hinrunde die fast makellose Heimbilanz weiter auszubauen. Als beste Heimmannschaft der Landesklasse West besiegten die Fliederstädter die Kicker vom SV Rot-Weiß Gülitz deutlich mit 5:2 (0:0). Bei echtem Schmuddelwetter - Kälte, Wind und pünktlich zum Spielbeginn einsetzender Regen – konnten die Gastgeber keinen der wenigen Zuschauer mit ihrer Leistung im ersten Durchgang erwärmen. Im Gegenteil: Mit dem Wind im Rücken agierten die Platzherren gegen den Tabellenletzten aus der Prignitz erschreckend einfallslos und wenig druckvoll, zumal die Gäste zwar bemüht aber ohne Durchschlagskraft waren. So spielte das Auftreten der Eintracht den Gästen voll in die Karten. Nur selten hatte die Gülitzer Hintermannschaft brenzlige Situationen zu überstehen. Ein Kopfball von Matthias Meinecke (27.), der ebenso über das Quergebälk ging wie der Hundertprozenter in der 36. Spielminute vom gleichen Spieler, waren mehr oder weniger die einzigen wirklich klaren Offensivaktionen der Eintracht. Auf der anderen Seite hatten die Gäste nach einem Konter in der 18. Minute ihre beste Chance.
Letztlich endeten aber die wenig erbaulichen ersten 45 Minuten mit einem leistungsgerechten 0:0.
In der Halbzeitpause schien Trainer Marc Flohr dann die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Eintrachtkicker kamen völlig verändert aus der Kabine. Sie übernahmen sofort das Kommando, drängten den Gegner in die eigene Hälfte und kreierten Chancen fast im Minutentakt. Dabei schien der Widerstand der Prignitzer bereits in der 47. Minute gebrochen. Nach einer sehenswerten Kombination durch das Gülitzer Verteidigungszentrum war Matthias Meinecke zur Stelle und markierte mit seinem 19. Saisontreffer die 1:0-Führung für die Eintracht. Danach gelang vieles fast von allein. So richtige Gegenwehr war da zeitweilig nicht mehr zu spüren. Einzig Torwart Marian Teske und die manchmal mangelhafte Chancenverwertung der Eintrachtstürmer verhinderten eine deutlich höhere Niederlage der Gülitzer. So stand der beste Gülitzer im direkten Duell gegen Matthias Meinecke (53.) und Sebastian Nehls (74.) weiteren Gegentreffern im Weg.
Machtlos war er jedoch in der 54. Minute, als ein Kopfball von Friesacks Spielführer an die Latte klatschte und Roberto Meinecke, mit seinem ersten Saisontreffer, im Nachschuss auf 2:0 erhöhte. Kaum 60 Sekunden im Spiel, erhöhte Lars Bialoscek in der 67. Minute, nach einer von ihm selbst eingeleitete Flachpasskombination, auf 3:0. Die Eintracht blieb dran und erzielte nur eine Minute später, nach uneigennützigem Zuspiel von Matthias Meinecke, durch Sven Nolle sogar das vierte Tor. Die Partie war hier schon entschieden, auch wenn die Gäste noch zu zwei Treffern kamen.
Das erste Gülitzer Tor fiel eigentlich aus dem Nichts. Ein Schuss von Marcel Teske (88.) wurde immer länger und klatschte an die Latte des Eintrachttores. Den Abpraller verarbeitet dann Andy Wollgast kompromisslos. Dazu kam in der Nachspielzeit noch ein Treffer von Marcel Teske, der nach einem Eckball, den unglücklich wirkenden Klärungsversuch der Eintrachtabwehr ausnutzte und einnetzte.
Zwischenzeitlich hatte aber ein weiterer Eintrachtspieler sein Tordebüt in dieser Saison gefeiert. Sven Budig erzielte in der 90. Minute nach tollem Zuspiel von Felix Wohlgethan das 5. Eintrachttor in diesem Spiel.
Letztlich, nach einer deutlichen Leistungssteigerung, ein verdienter Heimsieg der Eintracht, wobei insgesamt 7 Tore im zweiten Durchgang die Zuschauer für die schwachen und ungemütlichen ersten 45 Minuten entschädigt haben dürften.
mh



Eintracht Friesack – SV Rot-Weiß Gülitz

Ergebnis: 5:2 (0:0)

Zuschauer: 38

Schiedsrichter:
Michael Mette (Brandenburg)

Torfolge:
1 : 0 Matthias Meinecke (47.)
2 : 0 Roberto Meinecke (54.)
3 : 0 Lars Bialoscek (67.)
4 : 0 Sven Nolle (68.)
4 : 1 Andy Wollgast (88.)
5 : 1 Sven Budig (90.)
5 : 2 Marcel Teske (90.+2)


Gelbe Karten

Friesack
André Bialoscek (44./1. Karte)

Gülitz
Oliver Varchmin (33.)


Eintracht Friesack:
Franklyn, Nolle (ab 69. Nehls), R. Meinecke, Bernhardt, M. Meinecke, A. Bialoscek, Scheibner, Thiemann (ab 75. Wohlgethan), Ch. Müller, Heckert (ab 66. L. Bialoscek ), Budig

Trainer: M. Flohr
Co-Trainer: M. Hofmann
Betreuer: H. Holtkamp


Gülitz
Marian Teske, St. Wiede, Rogge, T. Wiede, Varchmin (ab 80. Leu), Hoppe, Marcel Teske, Bock, Wollgast, Minow, Guthke


Trainer: E. Fügner

Sonntag, 27. November 2011 - 10:30 Uhr
Friesack verliert erste Heimpunkte

Nun ist es doch passiert. Die 2. Mannschaft des SV Falkensee/Finkenkrug erkämpfte sich am 13. Spieltag in dieser Saison als erste Mannschaft der Landesklasse West einen Punkt im Friesacker Rudolf-Harbig-Stadion. Dabei genügte den Gästen aus der Gartenstadt bereits ein früher Treffer von Jan Steffens (4.), um, im Spiel zweier altbekannter Rivalen, ein 1:1 (1:1)-Unentschieden zu erreichen.
Trotz des 4. Gegentores auf heimischem Geläuf und dem damit verbundenen Punktverlust bleibt die Eintracht in dieser Saison die beste Heimmannschaft. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem vorwöchentlichen Auftritt in Nauen, als man nach einer ganz schwachen Leistung verdient verlor, darf man diesmal dem Punktverlust durchaus nachtrauern, denn für die Eintracht war in diesem gutklassigen Landesklassenspiel deutlich mehr drin. Obwohl sich die Gäste aus der Gartenstadt, denen mit Philipp-Morris Güttner, Fabian Kracht, Ronny Hansen und Sebastian Eichhorn einige wichtige Kräfte fehlten, keineswegs versteckten, waren es doch die Hausherren, die mehr vom Spiel hatten und sich mehr klare Torchancen erspielten. Immer wieder um spielerische Lösungen bemüht, scheiterte die Offensive der Eintracht ein ums andere Mal am Gästetorwart. FF-Keeper Hubert Budick erwischte einen richtig guten Tag und zog den Eintrachtstürmern nach dem frühen Ausgleich letztlich den Nerv.
Nach einem Missverständnis in der Friesacker Abwehr, frei nach dem Motto „nimm du ihn, ich hab ihn sicher“, war es Jan Steffens, der die Einladung zum Toreschießen dankend annahm und die frühe Gästeführung erzielte. Doch die Hausherren zeigten sich nur kurzzeitig geschockt. Es dauerte gerade vier Minuten bis ein Freistoß von Sven Nolle, vorbei an Freund und Feind, direkt den Weg ins FF-Tor fand.
Wenn das 1:1 auch schon der Endstand war, so wurde die Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten, nie langweilig. Die Zuschauer, die sich bei ungemütlichem Herbstwetter auf den Rängen einfanden, sahen in der nächsten halben Stunde eine stark spielende Eintracht, die vehement auf den Führungstreffer drängte.
So fehlten Sven Nolle und Maximilian Scheibner in der 18 Minute bei einer Eingabe von Matthias Meinecke ebenso die berühmten Zentimeter, wie Andreas Kerger, als sein abgefälschter Schuss (23.) an die Latte klatschte. Nur zwei Minuten später war es Nils Thiemann, der frei vor Torwart Budig auftauchte und eben an diesem scheiterte. Den Nachschuss setzte Sven Nolle dann auch noch gegen das Außennetz.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es wieder Matthias Meinecke, der sich gut auf dem Flügel durchsetzte und dem Mitspieler im Zentrum mustergültig bedient. Doch diesmal war es Nils Thiemann, der den Ball knapp neben das Tor setzte.
Eine Unsicherheit von Eintrachtkeeper Stefan Thomas aus der 10. Minute konnten die Gäste nicht nutzen. Ansonsten hatte die Eintrachtabwehr im ersten Durchgang alles im Griff.

Nach dem Wechsel war das Tempo in der Partie nicht mehr so hoch, dafür kämpften beide Mannschaften verbissen um jeden Ball, ließen aber letztlich nichts mehr anbrennen. Ein vom Eintrachtkeeper Thomas in der 50. Spielminute glänzend entschärfter Freistoß war noch die beste Offensivaktion der Gäste im 2. Durchgang.
Für die Eintracht scheiterte Nils Thiemann in der 53. Minute im Duell Mann gegen Mann ebenso am FF-Keeper, wie Matthias Meinecke nur 9 Minuten später. Zuvor hatte der Eintrachtkapitän die Führung auf den Kopf, setzte den Ball (60.) aber über das Quergebälk.
Zum endgültigen Punktegaranten wurde Keeper Budick in der Nachspielzeit. Bei einem von Matthias Meinecke gut getretenen Freistoß aus 19 Meter war er zur Stelle und tauchte gedankenschnell ab.
mh

Eintracht Friesack – SV Falkensee/Finkenkrug II

Ergebnis: 1:1 (1:1)

Zuschauer: 48

Schiedsrichter:
Ingo Stolz (Triglitz)

Torfolge:
0 : 1 Jan Steffens (4.)
1 : 1 Sven Nolle (8.)


Gelbe Karten

Friesack
Andreas Kerger (5. Karte)

FF II
Robin Ludwig, Andreas Kamradt, Daniel Schutlz,

Gelb/Rot:
Thomas Schult (FF/ 80.)


Eintracht Friesack:
Thomas, Nolle, R. Meinecke, Bernhardt, M. Meinecke, A. Bialoscek, Scheibner, Thiemann (ab 84. Nehls), Ch. Müller, Kerger (ab 76. L. Bialoscek ), Budig

Trainer: M. Flohr
Co-Trainer: M. Hofmann
Betreuer: H. Holtkamp


FF II
Budick, Augustin, Relitz, Ludwig, Stach, Geisler, Kamradt, Schultz, Romeis, Steffens (ab 84. Rickes), Schult


Trainer: S. Göde
Co-Trainer: T. Blumenberg

Sonntag, 20. November 2011 - 11:38 Uhr
Eintracht verliert Derby in Nauen

Auf fremden Plätzen gibt es für die Eintracht derzeit keine Punkte zu holen. Auch an diesem Wochenende - diesmal beim Derby in Nauen - konnten die Fliederstädter nur selten überzeugen und knüpften mehr oder weniger nahtlos an die schwachen Auswärtsauftritte der letzten Wochen an.
Die verkrampft und uninspiriert wirkenden Kicker aus Friesack hatten vor 128 Zuschauern auf dem Nauener Sportplatz in der Ludwig-Jahn-Straße ihr Déjà-vu. Wie schon im Vorjahr an gleicher Stelle verlor die Eintracht gegen den VfL Nauen trotz einer Führung abermals mit 4:2 (0:0). Die Hausherren gewannen die Partie letztlich verdient, da sie mehr in die Partie investierten und Friesack nach dem Seitenwechsel nur kurzzeitig ins Spiel fand.

Im 1. Durchgang war nur wenig von einem Derby zu spüren. Der Partie fehlten die besondere Atmosphäre, die Zweikämpfe und auch die spielerische Klasse, wobei der VfL noch deutlich mehr für die Partie tat und letztlich das Tempo bestimmte. So gab es während der gesamten ersten 45 Minuten für die Eintracht nicht eine nennenswerte Torchance. Fast ausschließlich mit langen Bällen agierend, kamen die Gäste aus der Fliederstadt überhaupt nicht zum Zuge. Der VfL, nach dem enttäuschenden Pokalaus in der Vorwoche vor heimischen Publikum auf Wiedergutmachung aus, war in dieser Zeit die etwas bessere Mannschaft mit der reiferen Spielanlage. Die Gastgeber ließen den Ball besser laufen und kamen in der einen oder anderen Situation gefährlich vor das Friesacker Tor, agierten jedoch im Abschluss nicht wirklich zwingend. So verfehlten die Schüsse von Ronny Burkhardt (3./ 21.) und Marcel Kuzdak (12.) entweder das Tor oder waren eine leichte Beute für Eintrachtkeeper Stefan Thomas.
So wurden torlos die Seiten gewechselt.

Nach dem Wiederanpfiff wurden die Zuschauer für das laue Spiel der 1. Halbzeit entschädigt. Jetzt nahm die Partie endlich Fahrt auf und es gab Spannung, Tore, rassige Zweikämpfe, ohne dass die Partie sonderlich hart wurde, Emotionen und die eine oder andere strittige Schiedsrichterentscheidungen.
Der 2. Durchgang begann mit einem Paukenschlag. Viele Zuschauer hatten noch gar nicht ihre Plätze wieder eingenommen, als die Eintracht nach einer sehenswerten Kombination mit 1:0 in Führung ging. Matthias Meinecke (46.) verarbeitet dabei ein genaues Zuspiel von Christof Müller zur überraschenden Friesacker Führung. Es folgten die besten 15 Minuten der Eintracht, die nunmehr einige vielversprechende Konter setzte, diese aber nicht konsequent ausspielte. Die Rollenverteilung war in dieser Phase klar: Der VfL drängte, die Eintracht konterte.
In der 73. Minute war es dann Sebastian Schranz, der die Nauener Bemühungen belohnte. Dabei versenkte er einen Freistoß aus zentraler Position direkt zum 1:1 im Eintrachttor. Konnte sich der Friesacker Keeper nur zwei Minuten später bei einem verdeckten Schuss von der Strafraumgrenze noch auszeichnen, war er in der 76. Minute abermals machtlos. Nach einer Ecke war Peter Schäfer zur Stelle und verwandelte aus Nahdistanz zum 2:1-Führungstreffer für den VfL.
In der 81. Minute kam die Eintracht sogar nochmal zum Ausgleich, als Matthias Meinecke einen an ihm verwirkten Foulelfmeter zum 2:2 einnetzte.
Erhitzten sich die Gemüter in dieser Szene noch an der Frage, ob das Foulspiel des Nauener Keepers am Friesacker Sturmführer im oder außerhalb des Strafraums war, so war diese Diskussion 6 Minuten später nur noch akademischer Natur, da eine verunglückter Flankenversuch von Marcel Kuzdak, vorbei an Freund und Feind, den Weg ins Eintrachttor fand. Nur eine Minute später machte Ronny Burkhardt den Deckel drauf und vollendete gekonnt aus 8 Meter zum verdienten 4:2-Endstand für den VfL Nauen.
mh



Vfl Nauen – Eintracht Friesack

Ergebnis: 4:2 (0:0)

Zuschauer: 128

Schiedsrichter:
Felix Peisler (Brandenburg)

Torfolge:
0 : 1 Matthias Meinecke (46.)
1 : 1 Sebastian Schranz (73.)
2 : 1 Peter Schäfer (76.)
2 : 2 Matthias Meinecke (81./Foulelfmeter)
3 : 2 Marcel Kuzdak (87.)
4 : 2 Ronny Burkhardt (88.)


Gelbe Karten

Nauen
Gino Daunke
Tim Hoffmann

Friesack
Christof Müller (1. Karte)
Felix Wohlgethan (1. Karte)


Aufstellung

VfL Nauen
Daunke, Schäfer, Buge (ab 66. Seegebarth), Oellermann, Zeller, Kuzdak, Krone, Hoffman, Schönnebeck, Burkhardt, Schranz (ab 90. Besser)

Trainer. W. Siverin
Betreuer: V. Müller


Eintracht Friesack:
Stefan, Nolle (ab 52. Wohlgethan), R. Meinecke (ab 66. L. Bialoscek), Ch. Müller, A. Bialoscek, Scheibner (ab 83. Kerger), Budig, Bernhardt, Thiemann, Heckert, M. Meinecke

Trainer: M. Flohr
Co-Trainer: M. Hofmann
Betreuer: H. Holtkamp

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